BARF - Tagebuch
Da wir die Suche nach gutem Trockenfutter leid waren, haben wir uns entschlossen unsere Hunde auf BARF umzustellen. Anfangs wollte ich mich (Livia), etwas mehr über das BARFen informieren. Es dauerte nicht lange, bis auch Lucas der BARF-Virus packte. Wir haben Bücher bestellt, uns durch die Internetwelt gelesen und uns mit BARF Züchtern kurzgeschlossen. Ich fand das Ganze dann so spannend, dass ich Lucas davon überzeugen konnte, unsere 4-Beiner auf BARF umzustellen. Nach einem Monat der Vorbereitung, haben wir am 27.März 2009 Fleisch bestellt und dann gings los...
Was ist BARF?
Übersetzungen für diese Abkürzung gibt es diverse, mir gefällt 'Biologisch Artgerechtes Rohes Futter' eigentlich ganz gut.
Die Grundüberlegung ist, dass der Hund als Karnivor mit dem marktüblichen getreidelastigen, hitzebehandelten und mit Konservierungsstoffen gespickten Fertigfutter nicht artgerecht ernährt werden kann. Dabei muss man bedenken, dass Hundefutterhersteller nur die Zusatzstoffe auf den Verpackungen angeben müssen, die sie selbst zugesetzt haben. Enthalten die Grundsubstanzen, die sie einkaufen bereits Konservierungsstoffe, müssen diese nicht deklariert werden. Die Angabe "ohne Zusatzstoffe" heißt demnach nur, dass der Hersteller in seinem Produktionsschritt keine Zusatzstoffe hinzugefügt hat. Wer also auf ein Fertigfutter zurückgreift, sollte sich unbedingt über die tatsächliche Zusammensetzung informieren.
Die gängige Art einen Hund zu ernähren ist damit vergleichbar, dass ein Mensch sein Leben lang ausschließlich Fertiggerichte - ggf. einer einzigen Sorte - zu sich nimmt, die noch nicht einmal auf seine Grundbedürfnisse abgestimmt sind! Aus der Falschernährung resultieren diverse Erkrankungen - nicht zuletzt Arthrose, Allergien, Stoffwechselstörungen, Krebs, Zahnkrankheiten u. v. a. m.. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass diese Überlegungen gar nicht so abwegig sind und begann mit unseren Hunden die Umstellung auf die Rohfütterung, wovon alle 4Beiner sofort begeistert waren.
Inzwischen kann ich es mir gar nicht mehr vorstellen, meine Hunde mit Fertigfutter zu ernähren. Natürlich ist man am Anfang unsicher, trichtert einem doch die Futtermittelindustrie ein, dass nur durch ihre Produkte eine ausgewogene Ernährung möglich sei. Aber seien Sie doch einmal ehrlich, wie viele Vitamin- und Mineralstofftabellen ziehen Sie zu Rate, wenn Sie Ihr Essen zubereiten? Kennen Sie Ihre aktuellen Blutwerte und stimmen alle Werte - verglichen mit den zur Zeit gültigen Richtwerten - überein? Nun, so viel komplizierter ist der Hundeorganismus mit Sicherheit nicht.
Eine abwechslungsreiche, frische und artgerecht rohe Kost versorgt meine 4-Beiner mit allem, was sie brauchen. Ergänzt werden ab und zu ein paar Zusätze, die aber vermutlich eher dem Verkäufer etwas Gutes tun.
Zum Weiterlesen finden Sie auf der Linkliste entsprechende Angaben.
Was bedeutet B.A.R.F.?
16.03.2010
Resume:
So, das erste BARF Jahr ist vorüber, mit vielen Hochs und nur ganz wenigen Tiefs.
Bedingt durch die Arbeitszeiten füttern wir nur noch 1 x Täglich. Was wirklich gut geht. Ich bevorzuge aber immer noch die Hunde 2 x am Tag zu füttern.
- Amyra frisst inzwischen auch ihr Gemüse, bravo! - Nur der kleine Whisky findet die Gemüsepampe immer noch scheusslich und ist sehr geschickt darin, das Fleisch rauszusuchen. Kleiner Gourmet! - Coyote hatte im Sommer mal ein kurzes tief, schlechtes Fell und hat enorm abgenommen. Ich habe ihm dann für gute 3 Wochen Lammfett zugefüttert. Unglaublich aber Täglich fast 500g! Nach diesen 3 Wochen war er wieder der "Alte" und seit dem gehts ihm wunderprächtig. - Arick hat ein unglaublich tolles Fell erhalten und es ist auch von der Farbe her etwas intensiver. - Tess hat sozusagen die Farbe gewechselt, sie ist immer noch hell aber insgesammt hat sie eine kräftigere Fellfarbe. Sie hatte ja auch öfters mal entzündetes Zahnfleisch...was jetzt aber durch das Barfen ganz verschwunden ist.
Was mir sonst noch auffällt: - Es ist unglaublich, aber die Hunde riechen nicht mehr nach Hund (ausser wenn sie nass sind)! - Alle haben kein Zahnstein mehr, die Zähne erscheinen viel weisser! - Fellfarben wurden intensiver, das Fell glänzt und ist richtig flauschig. - Die Hunde sind viel ausgeglichener zu sein, im Alltag einfach ruhiger und gelassener. Trotzdem sind sie im Training voll da. - Alle haben an Muskelmasse zugelegt, sie erscheinen drahtiger und nicht mehr so schwammig. - Die Futtermenge hat sich auch reduziert. Zur Zeit füttere ich täglich 4kg Fleisch für 5 Malis und 2 Parson Russell.
In den Ferien füttern wir die Hunde mit Vollmer's Trockenfleisch und Gemüseflocken, zwischendurch kaufe ich im Supermarkt Hühnchen und frisches Obst. Also auch in den Ferien kein Problem. Nachteil ist, dass ich jeden Abend daran denken muss, das Fleisch für den nächsten Tag, aus dem Kühler zu nehmen....uuups.
Im Moment bin ich und auch Lucas vollkommen von der Rohfütterung überzeugt. Ich werde Zwischendurch immer mal wieder berichten wie es so geht.
Sehr gespannt sind wir auf den geplanten Wurf von Tess. Es wird unser erster gebarfter Wurf.
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 13. November 2010 um 15:54 Uhr |


